
Wie Wege entstehen: Radschnellverbindung (RSV) Markranstädt-Leipzig
Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine Lösung, die nicht nur schnell ist, sondern Stadtteile besser verbindet, Netzlücken schließt und den Radverkehr für tausende Menschen attraktiver macht.
Der geplante Radschnellweg zwischen Markranstädt und Leipzig soll eine Länge von rund zwölf Kilometern umfassen. In Markranstädt ist vorgesehen, den zentralen Bereich in Bahnhofsnähe als Ausgangs- bzw. Endpunkt des Radwegs zu gestalten. Auf Leipziger Seite werden Anschlussmöglichkeiten bis zum westlichen Abschnitt des Innenstadtrings geprüft.
Wir erarbeiten derzeit in der AG Verkehr eine umfassende Stellungnahme zur Vorstudie der Radschnellverbindung Markranstädt–Leipzig. Dabei geht es uns nicht nur um die Frage, wie man möglichst schnell von A nach B kommt. Wir prüfen, welche Variante den größten Nutzen für die Stadt, ihre Bewohner*innen und den Radverkehr insgesamt entfalten kann.
Warum wir genauer hinschauen
Die Vorstudie zeigt mehrere mögliche Korridore. Doch gerade im nördlichen Bereich – rund um Miltitz, Grünau-Nord und Schönau – sehen wir bislang ungenutzte Potenziale. Dort ist der Radverkehr im Verhältnis zur Einwohnerzahl gering. Hier fehlen attraktive Routen und Stadtteilverbindungen.
Deshalb entwickeln wir aktuell eine eigene Nordvariante, die eine durchgehende West-Ost-Verbindung durch die Großwohnsiedlungen schafft, den Schönauer Landschaftspark sinnvoll integriert, die Demmeringstraße als zentrale Fahrradstraße stärkt und über die neue Stadionbrücke eine direkte Verbindung von Lindenau ins Waldstraßenviertel ermöglicht.
Diese Variante würde gleich mehrere große Netzlücken schließen, während bei den anderen Optionen bestehende Radtrassen lediglich ausgebaut werden.
Was das für Leipzig bedeutet
Eine solche Route könnte den Radverkehr im Leipziger Westen spürbar stärken, Alternativen zu Hauptstraßen schaffen und die Lebensqualität in vielen Quartieren verbessern. Sie würde Alltagswege verkürzen, Grünräume besser erschließen und den Umweltverbund nachhaltig stärken. Alltägliche Fahrradkultur, Bewegung und Fitness passen perfekt zur Entwicklung des Stadionumfeldes und der Idee einer Olympiabewerbung.
Der ADFC Leipzig setzt sich dafür ein, dass die RSV Markranstädt–Leipzig nicht nur gebaut wird, sondern richtig gut wird. Eine Verbindung, die zeigt, wie moderne Mobilität aussehen kann – und die viele Menschen täglich nutzen werden.








