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Uns gehört die Straße – Kinderfahrraddemo für kinder- und fahrradfreundliche Wege © Verkehrswende Leipzig

PM: Für ein kinder- und radfreundliches Leipzig – Kidical Mass Leipzig

 

Uns gehört die Straße – Kinderfahrraddemo für kinder- und fahrradfreundliche Wege. Am 14. und 15. Mai 2022 findet in über 200 Städten wieder ein mittlerweile europaweites Aktionswochenende statt. Auch Leipzig ist beim Aktionswochenende dabei.

 

Leipzig, den 11. Mai 2022. Uns gehört die Straße – Kinderfahrraddemo für kinder- und fahrradfreundliche Wege. Am 14. und 15. Mai 2022 findet in über 200 Städten wieder ein mittlerweile europaweites Aktionswochenende statt. Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung, die Kinder und nachhaltige Mobilität sowie lebenswerte Städte in den Fokus rückt. Sie hat die Vision, dass sich alle Kinder und Jugendliche sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können. Sie gibt ihnen eine Stimme im Verkehr und zeichnet ein positives Zukunftsbild.

Auch Leipzig ist beim diesjährigen Aktionswochenende wieder mit dabei. Die Tour startet am Samstag, 14. Mai 2022 um 15.00 Uhr vor dem Bundesverwaltungsgericht und wird von Baubürgermeister Thomas Dienberg mit einem Grußwort eröffnet. Sie führt entspannt und mit Musik im Tempo der Kinder um den Ring und durch den Leipziger Süden. Auf der für Autos gesperrten und abgesicherten Strecke können Kinder ab vier Jahre erleben, wie sich sicherer Straßenverkehr anfühlen kann. Sie ist so ausgelegt, dass auch die Jüngsten unter uns die Strecke locker bewältigen und dabei Spaß haben.

Um mit lokalen Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu kommen, haben Schülerinnen und Schüler der 85. Grundschule Oberbürgermeister Jung, Baubürgermeister Dienberg sowie Stadtratsmitglieder persönlich eingeladen. Auch die vier Leipziger Mitglieder des Bundestages, Landtagsmitglieder, Rad- und Fußbeauftrage sowie Leipziger Amtsleiter wurden angeschrieben.

Der ADFC Leipzig und die Initiative Verkehrswende Leipzig organisieren die Aktion. Stadtschülerrat, Jugendparlament und KreisElternRat unterstützen sie. Daniel Obst von Verkehrswende Leipzig: „Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, den man im Alltag prima zum Rad fahren nutzen kann. Wegen der Vorherrschaft des Autos ist die Straße für Kinder allerdings ein gefährlicher Ort. Damit sich das ändert, bedarf es einer Novelle des Straßenverkehrsrechts.“ Obst möchte, dass der Schutz für Kinder, Jugendliche und schwächere Verkehrsteilnehmer verbessert wird und ergänzt: „Straßen sind nicht nur für Autos da, sondern auch für Kinder!“

ADFC Leipzig-Vorsitzender Robert Strehler untermauert dies mit konkreten Forderungen: „Eine fahrradfreundliche Infrastruktur muss flächendeckend sein und darf nicht an Gefahrenstellen enden. Kreuzungen sind Unfallschwerpunkte. Die Stadt muss sich bei der Planung an Best-Practice-Beispielen wie zum Beispiel den Niederlanden orientieren und vorhandene Pläne schneller umsetzen.“

Der KreisElternRat Leipzig strebt eine Fahrradausbildung für alle Grundschüler spätestens bis zum Ende der 4ten Klasse an, um eine sichere Teilnahme im Straßenverkehr zu gewährleisten. Jan Zippel vom KreisElternRat leitet den Arbeitskreis Grundschulen. Er stellt fest, dass es für einen sicheren Schulweg mit dem Fahrrad an besseren Rahmenbedingungen wie z. B. klar vom Straßenverkehr und Fußweg abgetrennten Radwegen mangelt und meint „Unsere Schulwege sind nicht auf radfahrende Grundschüler ausgerichtet.“

Nicht zuletzt deshalb fordern die bundesweiten Organisatoren der Kidical Mass in ihrer Petition an Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing eine Novelle des Straßenverkehrsrechts. Konkret:

  • baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen sowie geschützte Kreuzungen nach niederländischem Vorbild
  • innerorts Tempo 30
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrtsverbote)
  • Fahrradstraßen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegenetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (bekannt als Kiez- bzw. Superblocks)

Die Petition wurde bisher mehr als 73.000 mal unterzeichnet.

Pressekontakte:

Daniel Obst (Verkehrswende Leipzig)

Robert Strehler (ADFC Leipzig, Vorsitzender)

Jan Zippel (KreisElternRat, AK Grundschulen)

zusätzlich Vorort für Interviews:

Rosalie Kreuijer (ADFC Leipzig)

Anne Kunkel (Verkehrswende Leipzig)

 


https://leipzig.adfc.de/pressemitteilung/pm-fuer-ein-kinder-und-radfreundliches-leipzig-kidical-mass-leipzig

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im ADFC?

    Sie haben zahlreiche konkrete Vorteile. Sie erhalten:

     

    • eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV
    • kostenlose Rechtsberatung
    • die deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
    • zahlreiche Vergünstigungen, bspw. bei CarSharing- und BikeSharing-Angeboten
    • Rabatte in ausgewählten Fahrradläden
    • Rabatte auf ADFC-Angebote, bspw. bei Vorträgen und Radtouren
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    Durch eine Mitgliedschaft unterstützen Sie den ADFC, sich für die Interessen von Radfahrenden und für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einzusetzen und Einfluss auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene zu nehmen.

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  • Wann kommt das Radtourenprogramm heraus und wo finde ich es?

    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

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