Kidical Mass, Leipzig, ADFC

„Platz da für die nächste Generation!“ lautet das Motto mit der Prämisse, dass kinderfreundliche Städte allen Menschen guttun. © ADFC / Norbert Michalke / Changing Cities

Kidical Mass Leipzig – Platz da für die nächste Generation!

 

Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Kinder und nachhaltige Mobilität sowie lebenswerte Städte stehen im Fokus.

 

Am 18. und 19. September 2021 werden Kinder, Jugendliche und Familien auf Rädern durch über 130 Städte und Orte fahren, um für sichere Straßen zu demonstrieren. Eine Woche vor der Bundestagswahl fordern sie ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht mit geschützten, breiten Radwegen an Hauptstraßen als Standard. Die bundesweite Aktion wird in diesem Jahr zum zweiten Mal auf Initiative der Kidical Mass Köln durchgeführt. Unterstützt und organisiert wird das Aktionswochenende vom Fahrradclub ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, VCD, Unicef sowie mehr als 200 regionalen Initiativen.

Leipzig, 16. September 2021. Die Kidical Mass hat die Vision, dass sich alle Kinder und Jugendliche sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. Sie gibt den Kindern eine Stimme im Verkehr, zeichnet ein positives Zukunftsbild, vernetzt und mobilisiert Alt und Jung über die Grenzen der Radszene hinaus. Zu diesem Anlass veranstaltet der ADFC Leipzig gemeinsam mit 130 weiteren Städten am 19. September 2021 um 14.30 Uhr eine Kidical Mass in Leipzig. „Platz da für die nächste Generation!“ lautet das Motto mit der Prämisse, dass kinderfreundliche Städte allen Menschen guttun.

Konkret fordert das Kidical Mass-Aktionsbündnis

  • Sichere Schulradwegenetze bis 2030
  • Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche vor Schulen und Kitas
  • Stetige jährliche Finanzierung mit konkreten Zielvorgaben an die Kommunen
  • Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht mit Vision Zero als oberster Prämisse
  • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts
  • Geschützte und baulich getrennte, breite Radwege an Hauptstraßen
  • Spielstraßen und Wohngebiete ohne Durchgangsverkehr

Kinder-Fahrraddemos in über 130 Städten
Mehr als 140 Fahrraddemos sind angekündigt in über 130 Städten, von Gelsenkirchen bis Hamburg. Gegenüber der letzten Kidical Mass im September 2020 sind noch einmal 40 Städte mehr dabei. Sogar das europäische Ausland macht mit: Auch in Paris, Zürich, Wien und Innsbruck gibt es Kidical Mass-Demos. Die Initiator*innen rechnen kurz vor dem Bundestagswahl mit regem Interesse von kleinen und großen Radfahrerinnen und Radfahrern.

Bedingungen zum Radfahren für Kinder sind schlecht
Das Aktionsbündnis will mit der Demo erneut darauf aufmerksam machen, dass die Bedingungen zum Radfahren für Kinder in Stadt und Land ausgesprochen schlecht sind. Viele Kinder lernen das Radfahren erst spät, weil der Verkehr zu gefährlich ist. Drei Viertel der Erwachsenen sagen, man könne Kinder nur mit schlechtem Gefühl alleine Fahrradfahren lassen. Kein Wunder, denn die Infrastruktur in Deutschland ist für das Auto gemacht, Radwege sind oft viel zu schmal, holprig oder gar nicht vorhanden.

Über die Kidical Mass
Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung für kindersichere Radwege, die 2008 in Oregon begann. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0-99 Jahren die Straße. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. 2021 wurde die Kidical Mass Köln für das erste bundesweite Aktionswochenende mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet. Die Kidical Mass gibt den Kindern eine Stimme im Verkehr, zeichnet ein positives Zukunftsbild und vernetzt und mobilisiert Alt und Jung. 

Tag: 19. September 2021
Uhrzeit: 14.30 Uhr, Start: 15.00 Uhr
Ort: Leipzig, Augustusplatz (Mendebrunnen)

Mehr Informationen zur Kidical Mass gibt es hier: kinderaufsrad.org
Unterstützenswerte Petition "Für ein kinder- und fahrradfreundliches Leipzig", um unsere Stadt noch sicherer zu gestalten: https://weact.campact.de/petitions/fur-ein-kinder-und-fahrradfreundliches-leipzig

Ansprechpartnerin ADFC Leipzig:
Rosalie Kreuijer, rosalie.kreuijer [at] adfc-leipzig.de
Telefon: 0176 64953650

 


https://leipzig.adfc.de/pressemitteilung/kidical-mass-leipzig-platz-da-fuer-die-naechste-generation

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im ADFC?

    Sie haben zahlreiche konkrete Vorteile. Sie erhalten:

     

    • eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV
    • kostenlose Rechtsberatung
    • die deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
    • zahlreiche Vergünstigungen, bspw. bei CarSharing- und BikeSharing-Angeboten
    • Rabatte in ausgewählten Fahrradläden
    • Rabatte auf ADFC-Angebote, bspw. bei Vorträgen und Radtouren
    • das Mitgliedsmagazin "Radwelt" regelmäßig zugestellt

     

    Durch eine Mitgliedschaft unterstützen Sie den ADFC, sich für die Interessen von Radfahrenden und für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einzusetzen und Einfluss auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene zu nehmen.

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  • Wann kommt das Radtourenprogramm heraus und wo finde ich es?

    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

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