Gefährliche Situation für Radfahrende am Floßplatz in Leipzig

Gefährliche Situation für Radfahrende am Floßplatz in Leipzig © ADFC Leipzig

3. Juni 2020: Weltfahrradtag - Mehr Platz fürs Rad in Leipzig

 

Der 3. Juni ist Weltfahrradtag. Der ADFC Leipzig demonstriert an diesem Tag für mehr Platz fürs Rad, zusammen mit anderen Umwelt- und Bürgervereinen. Tagsüber entstehen an fünf Orten in Leipzig so genannte Pop-Up-Radwege.

 

Leipzig, 27. Mai 2020. Der 3. Juni ist Weltfahrradtag. Der ADFC Leipzig demonstriert an diesem Tag für mehr Platz fürs Rad, zusammen mit anderen Umwelt- und Bürgervereinen. Von 7.30 bis 18.00 Uhr entstehen an fünf Orten in Leipzig so genannte Pop-Up-Radwege. Neben dem ADFC Leipzig e.V. engagieren sich an diesem Tag der Ökolöwe Umweltbund Leipzig e.V., BUND Leipzig, Bürgerverein Anger-Crottendorf sowie die Petenten Volker Holzendorf (Petition Jahnallee) und Thomas Gentsch (Petition für sicheren Schul- und Radweg in der Rödelstraße) für sicheren Radverkehr.

Aktion auf der Harkortstraße

Der ADFC hat für 15.00 bis 17.00 Uhr die Harkortstraße als Kundgebungsort ausgewählt, die in den Nullerjahren leider zu einer 4-spurigen Autostraße ohne Radspuren ausgebaut wurde.

„Diese Stadtautobahn lädt Autofahrer*innen zum schnell Fahren bis in die Innenstadt ein. Es wundert dann auch nicht, dass hier eine Problemstelle entstanden ist, was Grenzwerte für Lärm, Abgase und Feinstaub betrifft. Obwohl sich hier auch Wohn- und Geschäftshäuser sowie Ämter befinden, die für alle gut und sicher erreichbar sein sollten, traut sich hier kaum ein Radfahrer auf die Straße", so Rosalie Kreuijer, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Leipzig.

Kurze Wege für Fuß- und Radverkehr

„Ausweichen auf den Gehweg ist eine nicht wünschenswerte und nicht gestattete Folge. Wir möchten diese Strecke entschleunigen und das Prinzip „Stadt der kurzen Wegen" für Fuß- und Radverkehr umsetzen. Das heißt, dass diejenigen, die sich mit eigener Muskelkraft fortbewegen, die bequemsten, sichersten und kürzesten Wege haben sollten im Vergleich zu anderen Verkehrsformen. Wir möchten, dass Radfahrende aller Altersklassen und Geschwindigkeiten sich trauen, durch die Harkortstraße zu fahren und sich nicht gezwungen fühlen, Umwege in Kauf zu nehmen."

Außerdem möchte der ADFC Leipzig darauf hinweisen, dass Leipzig in Zeiten von Corona mit erhöhtem Radverkehr konfrontiert ist, weil viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel meiden. Damit sie mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu Fußgänger*innen und anderen Radfahrenden unterwegs sind, ist eine breitere Radspur notwendig. Die in Leipzig üblichen Radspuren sind nach Auffassung des ADFC zu schmal.

Der ADFC Leipzig ruft alle Bürger und Bürgerinnen auf, sich an diesem Tag aufs Rad zu setzen und die Gelegenheit zu nutzen, die Harkortstraße per Rad neu zu entdecken. Von 15.00 bis 17.00 Uhr stellt der Fahrradclub stadteinwärts einen Pop-Up-Radweg her über die Gesamtlänge der Straße.

Hintergründe zu Pop-Up-Radwegen

Volker Holzendorf, der sich per Petition für sicheren Radverkehr in der inneren Jahnallee stark gemacht hat, erklärt seine Initiative: „Mit dem Pop-Up-Bikelane-Day, dem Tag der temporären Radstreifen, wollen wir am Tag des Rades zeigen, wo die krassesten Lücken im Leipziger Radnetz klaffen. Hier überall – und an noch viel mehr Stellen - hätte die Stadtverwaltung längst zugunsten des familienfreundlichen Radverkehrs handeln müssen. Nun machen es die Bürgerinnen und Bürger Leipzigs eben selber!"

Ein Pop-Up-Radweg ist ein kurzfristig eingerichteter Radweg, der in einer akuten Gefahren- oder Krisensituation oder bei plötzlich veränderten Rahmenbedingungen im Straßenverkehr schnell für mehr Platz und Sicherheit im Radverkehr sorgen soll.

Alle Pop-Up-Radwege am 3.6.2020 in Leipzig im Überblick

  • 7.30-9.30 Uhr: Rödelstraße (Richtung Südvorstadt), Fahrradfreude Leipzig, Thomas Gentsch, Petent Rödelstraße
  • 9.30-10.30 Uhr: Ranstsädter Steinweg, Ökolöwe Umweltbund Leipzig e.V.
  • 15.00-17.00 Uhr: Harkortstraße / Floßplatz (stadteinwärts), ADFC Leipzig e.V.
  • 16.00-18.00 Uhr: Karl-Heine-Straße / Erich Zeigner Allee, BUND Leipzig, AK Stadtentwicklung und Verkehr
  • 8.00-10.00 Uhr und 15.00-17.00 Uhr: Zweinnaundorfer Straße, Bürgerverein Anger-Crottendorf

Ansprechpartnerin: Rosalie Kreuijer

 


https://leipzig.adfc.de/pressemitteilung/3-juni-2020-weltfahrradtag-pop-up-radwege-in-leipzig

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im ADFC?

    Sie haben zahlreiche konkrete Vorteile. Sie erhalten:

     

    • eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV
    • kostenlose Rechtsberatung
    • die deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
    • zahlreiche Vergünstigungen, bspw. bei CarSharing- und BikeSharing-Angeboten
    • Rabatte in ausgewählten Fahrradläden
    • Rabatte auf ADFC-Angebote, bspw. bei Vorträgen und Radtouren
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  • Wann kommt das Radtourenprogramm heraus und wo finde ich es?

    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

Ich möchte dabei sein!

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