Zukunft Stadt: Gemeinsam unterwegs für eine Mobilität für alle am Radaktionstag
Beim Radaktionstag „Zukunft Stadt“ haben rund 25 Teilnehmende den Leipziger Osten gemeinsam vom Fahrradsattel aus entdeckt. Rund um den Parkbogen Ost verband die Tour Radverkehr, Stadtentwicklung, Stadtnatur und Teilhabe miteinander.

Regen zum Radaktionstag? Hat uns nicht aufgehalten! Rund 25 Teilnehmende waren am Sonntag, den 20. September 2026 bei unserem Radaktionstag „Zukunft Stadt“ im Leipziger Osten unterwegs. Gemeinsam haben wir rund um den Parkbogen Ost erlebt und diskutiert, wie Radverkehr, Stadtentwicklung, Stadtnatur und Teilhabe zusammengedacht werden können – passend zum diesjährigen Motto der Europäischen Mobilitätswoche „Mobilität unter den Generationen“.
Los ging es am Grassimuseum am Johannisplatz mit einem musikalischen Auftakt unter dem Motto „Radfahren verbindet“. Von dort führte unsere gemeinsame Tour zunächst in den Lene-Voigt-Park. Unterwegs gab es nicht nur Musik, sondern auch spannende Einblicke in die Entwicklung der Grünräume und die Geschichte des Parks. An der Ostwache stellte sich die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt Radsfatz vor. Hier ging es im FLINTA*-Workshop darum, das eigene Fahrrad besser kennenzulernen und bei kleineren Reparaturen selbst aktiv werden zu können.
Weiter führte die Tour zum Sellerhäuser Viadukt. Die geplante Besichtigung musste wetterbedingt zwar etwas anders ausfallen, doch auch von unten gab es einiges zu entdecken. Projektkoordinator, René Zieprich, gab Einblicke in das Bauwerk und die Entwicklung rund um den Parkbogen Ost.
Anschließend wartete im Emmaus in Sellerhausen eine willkommene Pause mit Kaffee und Kuchen. Gerade an einem solchen Tag wurde dabei deutlich, worum es beim Motto „Mobilität unter den Generationen“ geht: unterschiedliche Bedürfnisse und Perspektiven auf Mobilität zusammenzubringen.
Zum Abschluss ging es auf die Eisenbahnstraße zum PARK(ing) Day. Dort wurde am Info-Stand die Frage „Sicheres Radfahren – für alle!?“ zum Mittelpunkt unseres World-Cafés. Gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen – darunter unser ADFC-Vorstand und Richard Emmermacher vom VCD sowie Perspektiven aus Stadtverwaltung, Schulwegen und der Mobilität älterer Menschen – ging es darum, was eine Radverkehrsinfrastruktur leisten muss, die für möglichst viele Menschen funktioniert. Mit dabei war auch Frederik Sander, Fachplaner für strategische Mobilitätsentwicklung im Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig.
Diskutiert wurde unter anderem darüber, wie sich die Anforderungen an Verkehrsanlagen je nach Alter unterscheiden, wie sichere Schulwege aussehen müssen und wie der begrenzte Straßenraum zwischen Auto-, Rad- und Fußverkehr verteilt werden kann. Dabei wurde deutlich: Wer Mobilität für alle gestalten möchte, muss ein breites Spektrum an Bedürfnissen berücksichtigen – von Kindern und Jugendlichen bis zu Senior*innen. Die Ergebnisse des World-Cafés sollen nun weitergetragen werden.
Danke fürs Mitmachen! Dass trotz des Wetters so viele Menschen mit uns durch den Leipziger Osten geradelt, diskutiert und ihre Perspektiven eingebracht haben, hat uns sehr gefreut. Ein großes Dankeschön gilt auch den vielen Initiativen, Referent*innen, Partner*innen und Unterstützer*innen, die den Tag mitgestaltet haben – und unseren Ordner*innen Hagen, André und Nadja.
Denn genau darum ging es bei „Zukunft Stadt“: Wie schaffen wir eine Stadt, in der Menschen unabhängig von Alter und individuellen Voraussetzungen sicher und selbstständig mobil sein können? Danke an alle, die dabei waren und diesen Tag möglich gemacht haben!