Petitionsübergabe für ein kinder- und radfreundliches Leipzig

 

Am 14. und 15. Mai 2022 wird es wieder eine riesige Kidical Mass geben. In ganz Deutschland, Europa und rund um den Globus wollen wir wieder für fahrrad- und kinderfreundliche Orte demonstrieren. Wir übergaben unsere 2021 gestartete Petition.

 

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Rosalie Kreuijer startete 2021 die Petition "Für ein kinder- und fahrradfreundliches Leipzig", nun wurde sie an an den Bundestagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden DIE LINKE Leipzig Sören Pellmann übergeben. © Anne-K. Hutschenreuter

Die Kidical Mass hat die Vision, dass sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. „Platz da für die nächste Generation“ lautet das Motto mit der Prämisse, dass kinderfreundliche Städte allen Menschen guttun. Aus diesem Grund starteten wir 2021 unsere Petition, die über 1230 Unterschriften von Menschen zählt, die sich ein kinder- und fahrradfreundlichen Leipzig wünschen und übergaben diese am 5. Mai 2022 an den Bundestagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden DIE LINKE Leipzig Sören Pellmann. Seid am 14. Mai, um 15.00 Uhr zur Kidical Mass in Leipzig am Simsonplatz mit dabei, gebt den Kindern eine Stimme im Verkehr, zeichnet ein positives Zukunftsbild, vernetzt und mobilisiert Alt und Jung über die Grenzen der Radszene hinaus!

Die Kidical Mass fordert kinder- und fahrradfreundliche Orte im ganzen Land – sowie ein kinder- und fahrradfreundliches Leipzig: 

1. Sichere Schulradwege-Netze in Leipzig bis 2030 
2. Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche vor Schulen und Kitas in Leipzig 
3. Stetige jährliche Finanzierung mit konkreten Zielvorgaben an die Kommunen 
4. Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht, v.a.: 

‣ Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts 
‣ geschützte, breite Radwege an Hauptstraßen 
‣ Spielstraßen 
‣ Wohngebiete ohne Durchgangsverkehr 
‣ Vision Zero (null Verkehrstote)

Warum ist das wichtig?

Die Radinfrastruktur in Leipzig ist für Kinder und Jugendliche nicht gut. „Würde ich mein Kind allein Radfahren lassen?“ Die Frage wird meistens mit „Nein!“ beantwortet. Das „Elterntaxi“ ist in aller Munde. Bewegungsradius und motorische Fähigkeiten von Kindern sinken. Dabei wollen sie eigenständig mobil sein. Dazu braucht es sichere Radwege. Politik und Verwaltung fehlt es an positiver Resonanz aus der breiten Bevölkerung.

Deshalb erobern beim Kidical Mass–Aktionswochenende am 14. und 15. Mai 2022 zehntausende Radfahrende in über 180 Städten in ganz Deutschland die Straßen.  Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Das Format hat Kinder und nachhaltige Mobilität im Fokus und setzt sich für lebenswerte Städte ein.

Mehr Infos zu Kidical Mass gibt es hier: kinderaufsrad.org

 


https://leipzig.adfc.de/neuigkeit/petitionsuebergabe-fuer-ein-kinder-und-radfreundliches-leipzig

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im ADFC?

    Sie haben zahlreiche konkrete Vorteile. Sie erhalten:

     

    • eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV
    • kostenlose Rechtsberatung
    • die deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
    • zahlreiche Vergünstigungen, bspw. bei CarSharing- und BikeSharing-Angeboten
    • Rabatte in ausgewählten Fahrradläden
    • Rabatte auf ADFC-Angebote, bspw. bei Vorträgen und Radtouren
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    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

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