Offener Brief an OBM Burkhard Jung: "Fossil mobil hat keinen Stil"

 

Die Verkehrs- und Klimawende ist dringender denn je! Wir brauchen ein Sofortprogramm für sichere, alltagstaugliche, erdölfreie Mobilität für alle Altersgruppen. Wir müssen auf umwelt- und klimafreundliche Verkehrsträger setzen.

 

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Die Zeit drängt: Wir fordern ein Sofortprogramm für sichere, alltagstaugliche, erdölfreie Mobilität für alle Altersgruppen. © Verkehrswende Leipzig

Bewegte Zeiten erfordern eine neue Dynamik. Wir sind noch immer bestürzt und erschüttert, mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine. Der Krieg betrifft auch uns in Leipzig. Mit Sorge und Grauen verfolgen wir die Ereignisse in unserer Partnerstadt Kyjiw und der gesamten Ukraine. Die Klimakrise und die zugespitzte geopolitische Lage sind ein Weckruf, jetzt erst recht auf umwelt- und klimafreundliche Verkehrsträger zu setzen und das Fahrrad stärker denn je in den Mittelpunkt zu rücken. Die Verkehrswende mit dem Rad im Zentrum wird so dazu beitragen, Deutschlands Abhängigkeit vom Erdöl zu beenden und die Klimakrise einzudämmen. Wir brauchen die Verkehrswende dringender denn je. Zelebriert gemeinsam mit uns das Fahrrad als das krisenfeste und klimafreundliche Verkehrsmittel. Wir, Leipziger Unternehmen, Umwelt- und Mobilitätsverbände, fordern in einem offenen Brief unsere Oberbürgermeister Burkhard Jung deswegen auf: "Ermöglichen Sie sichere, alltagstaugliche, erdölfreie Mobilität für alle Altersgruppen in Leipzig, Herr Oberbürgermeister Jung! Bringen Sie nun gute Infrastruktur für Fuß-, Rad- und Nahverkehr auf den Weg."

88 % der Wege in Leipzig sind kürzer als 10 Kilometer (s. Mobilitätssteckbrief der Stadt Leipzig). Sorgen Sie zusammen mit der Verwaltung dafür, dass die Leipziger Bürgerschaft diese Wege künftig ohne den Einsatz von Erdöl in Leipzig sicher mit dem Rad, komfortabel zu Fuß und preisgünstig mit den LVB zurücklegen können. Sie wissen genauso wie wir: Wer kein Auto fährt, verbraucht auch keinen Sprit. Deswegen brauchen wir jetzt eine sichere, komfortable und für alle Altersgruppen alltagstaugliche Infrastruktur. Das rechtliche Instrumentarium dafür gibt § 45 Abs. 1 Nr. 6 der Straßenverkehrsordnung (StVO) vor und muss nun schnell genutzt werden.

Wir fordern Sie deswegen in Ihrer Rolle als Oberhaupt der Leipziger Stadtverwaltung auf, diese zu beauftragen, ein Sofortprogramm für sichere, alltagstaugliche, erdölfreie Mobilität für alle Altersgruppen auf den Weg zu bringen: Zum offenen Brief "Fossil mobil hat keinen Stil" unter https://verkehrswende-le.de/offener-brief-an-obm-jung-fossil-mobil-hat-keinen-stil/

 


https://leipzig.adfc.de/neuigkeit/offener-brief-an-obm-burkhard-jung-fossil-mobil-hat-keinen-stil

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im ADFC?

    Sie haben zahlreiche konkrete Vorteile. Sie erhalten:

     

    • eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV
    • kostenlose Rechtsberatung
    • die deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
    • zahlreiche Vergünstigungen, bspw. bei CarSharing- und BikeSharing-Angeboten
    • Rabatte in ausgewählten Fahrradläden
    • Rabatte auf ADFC-Angebote, bspw. bei Vorträgen und Radtouren
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    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

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