Kidical Mass in Leipzig: Die Straßen sind für alle da!

 

Danke an alle, die gemeinsam mit uns das Kidical Mass-Wochenende gestaltet haben und sich für ein kinder- sowie radfreundliches Leipzig stark gemacht haben. Die Kidical Mass-Bewegung setzt ein Zeichen für eine kinderfreundliche Verkehrsanordnung.

 

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Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung, die es seit 2017 auch in Deutschland gibt. Kinder und nachhaltige Mobilität sowie lebenswerte Städte stehen im Fokus. © Tobias Heinzmann

Zehntausende Kinder, Jugendliche, Familien und Freund*innen machten sich am Wochenende bei der weltweiten Kidical Mass für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr stark. In über 200 kleinen und großen Städten forderten die Menschen eine kinderfreundliche Verkehrspolitik. Im Rahmen der Kidical Mass Demonstration wurden über 84.000 Unterschriften der Petition "Uns gehört die Straße! Wir fordern ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht" an verkehrspolitische Entscheidungsträger*innen übergeben. "Straßen sind für alle da", betonte Anouk, 9 Jahre, aus Köln bei der Übergabe der Petition an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer.  "Wir wollen, dass Städte für Kinder, und nicht nur für Autos da sind", ergänzte Krischer. Allein in Köln, Leipzig und Dortmund waren 2.000, 1.200 und 1.100 Menschen auf den Rädern. Die Kidical Mass ist aber nicht nur ein Großstadtphänomen. Auch in Hennef, Bergisch Gladbach, Kevelaer machten sich 375, 250 und 200 kleine und große Radfahrende für sicheren Straßenverkehr stark.

 

"Bei der Kidical Mass stehen die Kinder im Fokus. Sie freuen sich einfach, dort fahren zu dürfen, wo sonst nur Autos fahren. Dies möchten wir ihnen ermöglichen", so Rosalie Kreuijer vom ADFC Leipzig. Sie macht sich für die Kidical Mass in Leipzig stark, weil viele Kinder noch immer nicht selbstständig zu Fuß oder per Rad zur Schule kommen können. „Leben wir nicht in einer verkehrten Welt, wenn es verboten ist auf der Straße zu spielen, man aber fast überall und jederzeit sein Auto gratis am Straßenrand parken darf? Am 25. September 2022 wollen wir mit der Kidical Mass aus dieser verkehrten Welt ausbrechen und zeigen, dass die jüngste Generation genauso wie alle anderen ein Recht auf die Nutzung des öffentlichen Raums hat. Kinder haben ein Recht auf selbständige, sichere Teilhabe am Verkehr und ein Recht auf Gesundheit, abgasfreie Luft, klimaneutrale Fortbewegung und Bewegung im Freien“, so die stellvertretende Vorsitzende des ADFC Leipzigs – mehr als 1200 Teilnehmer*innen bestätigen die Wichtigkeit und radeln gemeinsam mit Verkehrswende Leipzig, Baubürgermeister Thomas Dienberg und uns um den Innenstadtring. Zum Start nahm ebenfalls Baubürgermeister Thomas Dienberg die Petition an den Bundesverkehrsminister Volker Wissing entgegen.

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Video: Kidical Mass in Leipzig am 25.09.2022


https://leipzig.adfc.de/neuigkeit/kidical-mass-in-leipzig-die-strassen-sind-fuer-alle-da

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

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