Der Aktionstag für Pop-up Radwege zum Weltfahrradtag war ein echter Erfolg

 

Der Weltfahrradtag am 3. Juni zeigte: Wir brauchen Dauerlösungen für einen sicheren Radverkehr. Der Aktionstag für Pop-up Radwege macht auf die Notwendigkeit des schnellen Umbaus der Städte aufmerksam und setzt auf schnelle Lösungen!

 

Weltfahrradtag Pop-up Radweg Dittrichring
Ein sorgenfreie Fahrt über den Dittrichring ist dank eines Pop-up Radweges möglich © Anne-K. Hutschenreuter

Der Weltfahrradtag und gleichzeitig auch Aktionstag für Pop-up Radwege schenkte den Leipziger Radfahrer*innen am 3. Juni 17 wunderbare Pop-up Radwege, die zeigten, wie Leipzig radfreundlicher gemacht werden kann. Der Pop-up-Aktionstag fand in mehr als 20 Städten bundesweit statt und sorgte schnell für einen sicheren Platz zum Radfahren für Jung und Alt. So auch unser Fazit zum Pop-up Radweg am Dittrichring: Die Radfahrer*innen waren sehr dankbar, dass sie endlich angstfrei auf dem Martin-Luther-Ring fahren können. Außerdem haben wir bewiesen, dass genug Platz für alle ist – auch, wenn der Autoverkehr nur eine Spur hat, entsteht kein Stau! So kann es gehen. Ab jetzt also bitte dauerhaft! Denn wir mögen das Wort "Dauerlösung".

"Es bedarf noch viel mehr solcher Aktionen in der Stadt, so dass die Radfahrer*innen sehen, dass ihnen die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird und sie in Zukunft an gefährlichen Stellen mit dem Rad fahren können, an denen sie sich bisher noch nicht getraut haben oder es auch einfach nicht möglich war. So zum Beispiel am Dittrichring. Die Pop-up Radwege sind ein nützliches Tool, um die bisher fehlende Radinfrastruktur sichtbar zu machen. Wir als ADFC Leipzig schätzen den Weltfahrradtag in Zusammenarbeit mit den Leipziger Verbänden, den Pop-up Radwegen und Demos bei schönstem Wetter als sehr erfolgreich ein und setzen alles daran, dass die temporären Radwege echte Dauerlösungen werden, die wir zügig, bequem und sicher nutzen können", so ADFC Leipzig-Vorsitzende Robert Strehler.

Verkehrsprobleme brauchen Lösungen

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters zum Weltfahrradtag: „Die Menschen sehnen sich nach Aktivität im Freien, nach mehr Ruhe und mehr Sicherheit auf den Straßen für ihre Kinder. Aber oft fehlen den Städten die Ideen, wie das schnell gelingen kann. Mit unseren Pop-up-Radwegen zeigen wir, wo dringend sicherer Platz zum Radfahren gebraucht wird – und wie man ihn schnell und ohne Komplettumbau der Straße schaffen kann. Angesichts der Klimakrise und der offensichtlichen Verkehrsprobleme sind schnelle Lösungen gefragter denn je.“

Unter den Hashtags #Weltfahrradtag und #popupweltfahrradtag konnten in den sozialen Medien viele der Aktionen verfolgt werden. Eine schöne Zusammenfassung zum Weltfahrradtag in Leipzig gibt es auf der Website von Verkehrswende Leipzig unter: https://verkehrswende-le.de/leipziger-verbaende-setzen-am-weltfahrradtag-deutliches-zeichen-fuer-sicheren-radverkehr/

 

 

Wie wir weiterhin einen sicheren Radverkehr vorantreiben können

Petition: Pop-up Radwege für Leipzig von Ökolöwe Umweltbund Leipzig e.V.

Weltweit schaffen Städte im Eiltempo mehr Platz für Radfahrer:innen mit sogenannten Pop-up-Radwegen. Die Stadt Leipzig will das nicht! Das nehmen wir Radfahrer:innen nicht hin. Ich fordere den Stadtrat und Baubürgermeister Dienberg mit meiner Unterschrift auf:

  • Markieren Sie zusätzlich 10 neue Pop-Up-Radwege pro Jahr, denn nur so schaffen wir die Verkehrswende bis 2025.
  • Verstärken Sie die Teams in der Straßenverkehrsbehörde und im Verkehrsamt, damit Sie neue (Pop-up)-Radwege schneller umsetzen können.
  • Wenden Sie das Instrument "Pop-up" (Verkehrsversuche) konsequent an, um die Schaffung von Fuß- und Radinfrastruktur zu beschleunigen.

Petition für Pop-up Radwege hier unterzeichnen


https://leipzig.adfc.de/neuigkeit/der-aktionstag-fuer-pop-up-radwege-zum-weltfahrradtag-war-ein-echter-erfolg

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im ADFC?

    Sie haben zahlreiche konkrete Vorteile. Sie erhalten:

     

    • eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV
    • kostenlose Rechtsberatung
    • die deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
    • zahlreiche Vergünstigungen, bspw. bei CarSharing- und BikeSharing-Angeboten
    • Rabatte in ausgewählten Fahrradläden
    • Rabatte auf ADFC-Angebote, bspw. bei Vorträgen und Radtouren
    • das Mitgliedsmagazin "Radwelt" regelmäßig zugestellt

     

    Durch eine Mitgliedschaft unterstützen Sie den ADFC, sich für die Interessen von Radfahrenden und für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einzusetzen und Einfluss auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene zu nehmen.

    Überzeugt? Hier geht es zum Beitrittsformular.

  • Wann kommt das Radtourenprogramm heraus und wo finde ich es?

    Das Programm erscheint jedes Jahr im Frühling und ist in der Geschäftsstelle oder auch online auf unserer Website erhältlich. Außerdem wird es über culturtraeger in Leipzig verteilt.

  • Gibt es vom ADFC einen Musterkaufvertrag für den Privatkauf eines gebrauchten Fahrrads?

    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

  • Muss ich zwingend auf dem Radweg fahren?

    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

Ich möchte dabei sein!

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