Das Fahrradparkhaus am Leipziger Hauptbahnhof kommt!

Die Bundesregierung wollte offenbar ein erst im letzten Jahr gestartetes Förderprogramm für Fahrradparkhäuser einstellen. Vier geplante Projekte in Chemnitz, Dresden und Leipzig standen deshalb auf der Kippe – doch sie wurden gerettet.

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Die Freude ist groß: Denn die Finanzierung des Förderprogramms "Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen" ist gesichert. Leipzig bekommt ein Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof. © Robert Strehler

Nach der Meldung zu den bevorstehenden Haushaltskürzungen für den Radverkehr seitens Bundesfinanzministern Christian Lindner (FDP) erreichten uns in dieser Woche erfreuliche Neuigkeiten aus dem Bundestag für den Leipziger Fahrradverkehr – und weitere 37 Städte in denen nun doch Fahrradparkhäuser gefördert werden. Paula Piechotta (Grüne), Sven Kindler (Grüne) und weitere Haushälter*innen haben sich für Radparkhäuser eingesetzt und den betroffenen Kommunen Planungssicherheit verschafft. „Die erfolgte Zusicherung der Finanzierung ermöglicht eine erhebliche Verbesserung der Fahrradinfrastruktur in Leipzig. Denn die zugesagten Mittel sollen eingesetzt werden, um am Leipziger Hauptbahnhof im Parkhaus Ost ein Fahrradparkhaus mit über 500 sicheren, dezentralen Abstellmöglichkeiten zu bauen. Dafür stellt die Ampel 1,5 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Auch an drei anderen Standorten in Sachsen können nun Fahrradparkhäuser entstehen: am Chemnitzer Hauptbahnhof und der Zentralhaltestelle sowie am Bahnhof Dresden Neustadt. Dass die Mittel für die Fahrradparkhäuser nun tatsächlich fließen können, setzt ein wichtiges Zeichen des Bundes für die Verbesserung der Mobilität und des Klimaschutzes in Sachsen“, so die Mitteilung von Paula Piechotta. Der ADFC Leipzig Vorsitzende, Robert Strehler, äußert sich ähnlich zufrieden, dass es dieser wichtige Mobilitäts-Baustein, nach den anfänglichen Kürzungen, dennoch in die Umsetzung geschafft hat, da ein sicheres Fahrradparkhaus nicht nur den Radverkehr stärkt, Pendler*innen im Herzen von Leipzig an die Anbindung zur Bahn unterstützt, sondern auch aufgrund der hohen Fahrraddiebstahlzahlen in Leipzig notwendig ist.

Dennoch appelliert unser Vorsitzender Robert Strehler für mehr Budget im bundesweiten Haushalt, um weitere Mobilitätsverbesserungen umzusetzen. „Leider müssen wir feststellen, dass in Deutschland immer mehr an falschen Stellen gespart wird. Es wird zu wenig in notwendige Infrastruktur investiert, um zum Beispiel die Verkehrswende auf die Straße zu bringen. Dass es immer noch eine Diskussion um ein Fahrradparkhaus am Leipziger Hauptbahnhof geht, zeigt uns, wo wir aktuell in Deutschland stehen. Die Mittel für solche Projekte zu streichen, ist daher der falsche Ansatz und wird uns auf dem Weg zur Verkehrswende nicht weiterbringen. Das Verkehrsministerium muss aus der Deckung kommen und in den öffentlichen Diskurs gehen. Gerade in Städten wie Leipzig hat der Radverkehr einen immensen Stellenwert in der Bevölkerung und das gilt es seitens des Bundes zu respektieren. Statt blind zu streichen, sollte man lieber mit den Städten und Kommunen in den Austausch gehen und die Frage stellen: Was wollt, was braucht ihr und, wie können wir bei der Umsetzung helfen!“

Danke an alle, die sich für die Stärkung des Radverkehrs und den Klimaschutz in unserer Stadt einsetzen!

Zur Pressemitteilung "Was wird aus dem geplanten Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof?" unter: leipzig.adfc.de/pressemitteilung/pm-was-wird-aus-dem-geplanten-fahrradparkhaus-am-hauptbahnhof


https://leipzig.adfc.de/neuigkeit/das-fahrradparkhaus-am-leipziger-hauptbahnhof-kommt

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    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

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    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

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