Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Leipzig e. V.

ADFC veröffentlicht die aktuelle Radreiseanalyse 2023

Die aktuelle ADFC-Radreiseanalyse 2023 zeigt: Der Radtourismus wächst und ist krisenfest. 2022 haben sich 4,6 Millionen Menschen für eine Reise mit dem Rad entschieden. Die Zahlen steigen aber errreichen noch nicht das Vor-Corona-Niveau von 2019.

Radreiseanalyse_ADFC_2023
Die ADFC-Radreiseanalyse erscheint einmal im Jahr und bietet Tourismusorganisationen, Kommunen, Gastgebern und anderen Akteur*innen im Tourismus wichtige Einblicke in die Zielgruppe der Radreisenden. Die Untersuchung hilft dabei, das Verhalten und die Bedürfnisse der wachsenden Zahl an Radurlauber*innen besser zu verstehen und passende Handlungsmaßnahmen abzuleiten. © ADFC/April Agentur

Deutschland ist ein Radreiseland – das zeigen die Ergebnisse der jährlichen ADFC-Radreiseanalyse, bei der rund 12.500 Menschen teilgenommen haben – so viele wie nie zuvor. Zwei Drittel (67,9 %) der Menschen in Deutschland nutzen das Rad für Ausflüge und Reisen – viele von ihnen sogar mehrfach. Auf 38 Millionen Ausflügler*innen kommen insgesamt 445 Millionen Tagesausflüge – das sind im Schnitt fast 12 Ausflüge pro Person.

"Die Zahlen sprechen für sich: 38 Millionen Menschen in Deutschland haben im Jahr 2022 mindestens einen Tagesausflug mit dem Rad gemacht. Das zeigt deutlich, dass das Rad als umweltfreundliches Verkehrsmittel in der Freizeit immer beliebter wird. Und nicht nur das: Viele von denen, die in der Freizeit positive Erfahrungen beim Radfahren gemacht haben, entdecken das Fahrrad für den Alltag", sagt ADFC-Tourismusvorstand Christian Tänzler.

Außerdem zeigt sich: Radausflügler*innen und –reisende wollen umweltfreundlich an- und abreisen. Die Auswertung besagt, dass mehr weibliche Radreisende unterwegs sind und weniger das E-Bike für ihren Urlaub nutzen. Bei Tagesausflüglern nahm die Nutzung von E-Bikes dagegen weiterhin zu. Im vergangen Jahr haben 4,6 Mio. Menschen eine Radreise unternommen. Auch die Anzahl der Alleinreisenden steigt im Vergleich zu Reisen mit (Ehe-) Partner*in im Vergleich zu 2021. Zudem machen die Radreisenden wieder mehr Streckentouren. 71,5 % fuhren eine Tour mit wechselnden Unterkünften, was dem Verhältnis von 2019 entspricht. Bei den beliebtesten Radfernwegen lag 2022 wie schon in den Vorjahren der Weser-Radweg auf Platz eins, gefolgt von Elberadweg und Ostseeküstenradweg.

Für die An- und Abreise nutzten viele Radreisende die Bahn – trotz Beschwerden. Die umweltfreundliche Alternative zum Auto wird immer beliebter, sowohl bei Reisen als auch bei Tagesausflügen: Rund ein Drittel der Tagesausflügler*innen nutzten für die Anreise die Bahn (29 %; 2021 im Vergleich: 24 %), bei den Radreisenden waren es sogar 37 Prozent (2021: 33 %). Das Auto hat dagegen an Bedeutung verloren und liegt nur noch bei 35 Prozent im Vergleich zu 41 Prozent im Jahr 2021.

Besonders wichtig: Knapp die Hälfte der Befragten fährt aufgrund ihrer Radreisen und -ausflüge auch im Alltag mehr mit dem Rad. Ein positiver Trend, der sich hoffentlich in den kommenden Jahren weiter verstärkt.

Mehr zu den Ergebnissen der Radreiseanalyse gibt es unter: https://www.adfc.de/artikel/adfc-radreiseanalyse-2023
Der ADFC Sachsen hat die Ergebnisse ebenfalls gut zusammengefasst unter: https://sachsen.adfc.de/neuigkeit/adfc-veroeffentlicht-radreiseanalyse-2023


https://leipzig.adfc.de/neuigkeit/adfc-veroeffentlicht-die-aktuelle-radreiseanalyse-2023

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