Die erste Rad-Reparaturstation in Leipzig wird dank CVJM Leipzig e.V. errichtet

 

Am 26. April 2023 wird die erste Rad-Reparaturstation in Leipzig offiziell eingeweiht. Im Mariannenpark wird die Station mit Hilfe des Stadteilbudget Schönefeld auf Antrag des CVJM Leipzig e.V., einer Jugendfreizeiteinrichtung im Viertel, errichtet.

 

Fahrradreparatur-Station-Mariannenpark-Leipzig
Leipzigs erste Fahrradservice- und Reparatursäule auf öffentlichem Grund – am 26. April 18.30 Uhr wird er CVJM Leipzig e.V. als Bauherr die erste Fahrradservice- und Reparatursäule der Öffentlichkeit offiziell übergeben. © CVJM Leipzig e.V.

Juliana Klengel, ADFC Leipzig e.V. im Gespräch mit Dorit Roth, CVJM Leipzig e.V.

Hallo Frau Roth, wie kam es zur Idee, eine Reparaturstation im Mariannenpark aufzustellen?

Als Team des CVJM besuchten wir eine Weiterbildung zum Spielmarkt in Potsdam. Auf dem wunderschönen Gelände stand eine Fahrradservicestation. Da war uns sofort klar, so eine brauchen wir auch in Schönefeld. Wir sind schon lange fahrradbegeistert. Die meisten Kolleg*innen kommen mit dem Rad zur Arbeit – die Fahrradbügel direkt am CVJM sind immer gut belegt. Wir organisieren jährlich eine Radrallye, wir verleihen Fahrräder an Kinder- und Jugendliche. Wir machen mit bei der Aktion Jobrad. Und es passt insgesamt zu unseren Bemühungen noch nachhaltiger zu werden und auch die Schönefelder*innen dafür zu bgeistern.

Hat es bestimmte Gründe, warum diese im Mariannenpark und nicht direkt beim CVJM installiert wurde?

Unsere Türen sind überwiegend offen aber auch wir haben mal Ruhepausen und das Gelände ist dann geschlossen. Es wäre schade, wenn gerade dann jemand die Station nutzen möchte. Außerdem ist die Hemmschwelle noch geringer und die Sichtbarkeit noch größer, wenn sie relativ frei im Park steht. Seit wir die Station aufgebaut haben, kann man sehr gut beobachten, wie viele Passant*innen stehen bleiben und interessiert schauen. Es hat sich auch schnell herumgesprochen und viele haben das Angebot bereits aktiv genutzt.

Der CVJM ist selbst ein gemeinnütziger Verein und auf Spenden angewiesen. Wie konnte die Reparaturstation finanziert werden? Wie schwierig oder leicht war die Umsetzung?

Die Beantragung von Mitteln über das Stadtbezirksbudget war sehr einfach, der Stadtbezirksbeirat war und ist von unserem Projekt begeistert. Die Genehmigung war nicht ganz einfach, da der Mariannenpark ein Naturdenkmal ist. Die Mitarbeiter*innen der Ämter sind aber sehr konstruktiv und haben schnell zusammen gearbeitet. 

Sinnvolle Angebote im öffentlichen Raum und in Parks sind leider oft von Vandalismus betroffen. Gibt es bereits Überlegungen, wie damit umgegangen wird?

Ja, darüber mussten wir schneller nachdenken als befürchtet. Leider wurde die Station bereits vor der offiziellen Einweihung schwer beschädigt und einige befestigte Werkzeuge entwendet. Das hat uns ehrlich gesagt sehr entsetzt. Wir arbeiten hier schon viele Jahre mit Kindern, Jugendlichen und Familien und mit Vandalismus hatten wir so gut wie nie Probleme. Die Personen hatten spezielles Werkzeug dabei, um einzelne Elemente zu klauen und die Wucht mit der gegen sie Säule insgesamt vorgegangen wurde, lässt vermuten, dass jemand etwas gegen attraktive Angebote für Radfahrer*innen haben könnte. Wir wollen uns dadurch nicht entmutigen lassen. Wir werden mehr Menschen davon überzeugen, dass ein solches Angebot ein Gewinn für den Stadtteil ist. Im Moment reparieren wir die Schäden und sind fest entschlossen das Angebot aufrecht zu erhalten.

Sind weitere fahrradfreundliche Angebote beim CVJM geplant?

Wir wollen Kinder und Jugendliche noch mehr dabei unterstützen, ihr eigenes Fahrrad fit zu machen. Dafür versuchen wir gerade unsere Ausstattung mit Material zu erweitern.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr zum CVJM Leipzig e.V. gibt es unter: https://www.cvjm-leipzig.de/website/de/ov/leipzig/cvjm/fahrradservicestation

 


https://leipzig.adfc.de/artikel/die-erste-rad-reparaturstation-in-leipzig-wird-dank-cvjm-leipzig-ev-errichtet

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Ja. Einen Musterkaufvertrag für den privaten Kauf von Gebrauchträdern finden Sie hier. Darin werden persönliche Daten von Verkäufer*in und Käufer*in sowie Details zum Fahrrad und zum Kaufpreis festgehalten.

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    Radwege müssen benutzt werden, wenn dies durch entsprechende Beschilderung angeordnet ist. Sobald Sie auf einem Radweg ein Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund sehen, müssen Sie zwingend den Radweg benutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radweg handelt, der vom Fußweg getrennt ist, oder um einen gemeinsam genutzten Weg. Es besteht Radwegbenutzungspflicht.

     

    Ohne blaues Schild haben Sie die freie Wahl, ob Sie Fahrbahn oder Radweg benutzen möchten.

     

    Sind Radwege mit Benutzungspflicht nicht nutzbar (Wurzeln, Schnee und Eis, Blätter, Scherben etc.), kann auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings tabu.

     

    In unserem Dossier zur Radwegbenutzungspflicht gibt es weitere Informationen zum Thema und zur Projektgruppe des ADFC, die sich mit der Überprüfung der Benutzungspflicht von Radwegen beschäftigt.

  • Dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden?

    Nein. Sind auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden, dürfen Sie im Regelfall nur den Radweg benutzen, der in Ihrer Fahrtrichtung rechts liegt. Anderenfalls sind Sie als Geisterfahrer*in auf dem Radweg unterwegs.

     

    Ausnahmen sind erlaubt, wenn der Radweg durch zusätzliche Beschilderung in beide Richtungen frei gegeben ist.

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